Promotionskolleg Hans-Böckler-Stiftung

Buchankündigung

Nutzer, Patient, Kunde?

Abbildung des Buchcovers

Nutzerorientierung - Ein Fremdwort in der Gesundheitssicherung?

Ziel von Gesundheitssicherung ist nicht nur die Vermeidung und Behandlung von Krankheit, sondern auch die Förderung und der Schutz von Gesundheit. Die Gesundheitspolitik gibt gesetzliche und strukturelle Rahmenbedingungen für unser Handeln vor und wirkt so aufunsere Lebenswelten und den gesamten Lebenslaufein.Vorgaben des Sozialstaates sind verbunden mit der Erwartung eines hohen Maßes an Eigenverantwortung.Die idealen Nutzerinnen gesundheitsbezogener Leistungen bewegen sich selbstständig und informiert im System. Sie entscheiden in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Professionellen über Vorgehensweisen zur Sicherung ihrer Gesundheit.

Doch können und wollen die Nutzer dieses Idealbild überhaupt erfüllen? Inwieweit ist es möglich, als Beschäftigte das Recht auf eine gesundheitsgerechte Arbeitsgestaltung einzufordern oder als Patient mit der Ärztin über die Behandlung zu diskutieren? Wünschen sich Experten wirklich informierte Nutzerinnen? Inwiefern werden die Sozialsysteme dem Anspruch gerecht, einen geeigneten Rahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention zu bieten?

Einer theoretischen Auseinandersetzung mit dem Begriffder nutzerorientierten Gesundheitssicherung folgen Beiträge zu praktischen Ansätzen aus den Bereichen Versorgungsstrukturen, arbeitnehmergerechte sowie frauengerechte Gesundheitssicherung und verhelfen zu ersten Antworten aufdie Fragen:

Mozygemba K, Mümken S, Krause U, Zündel M, Rehm M, Höfling-Engels N, Lüdecke D, Qurban B (Hg) (2009) Nutzerorientierung – ein Fremdwort in der Gesundheitssicherung? Huber, Bern

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Aktuelles

Über das Kolleg

Die Hans-Böckler-Stiftung hat zum 1.1.2006 ein Promotionskolleg "NutzerInnenorientierte Gesundheitssicherung" bewilligt, das derzeit von universitärer Seite unter der Leitung von Prof. Dr. Petra Kolip steht. Es ist eingebunden in die gesundheitswissenschaftliche Forschung des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP), des Zentrums für Sozialpolitik (ZeS) und des Instituts für Psychologie der Arbeit, Arbeitslosigkeit und Gesundheit (IPG).

Grundlage des Promotionskollegs ist ein Verständnis von Public Health als Wissenschaft und Praxis, die sich an die gesamte Bevölkerung oder an Bevölkerungsgruppen in gesellschaftlichen oder gesundheitlichen Problemlagen richtet, ohne allerdings die Bedürfnisse einzelner Menschen zu vernachlässigen.

Für die am Promotionskolleg beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind es die folgenden Aspekte, die die gemeinsame "Philosophie" und damit das "Bremer Profil" ausmachen und die auch für die Auswahl der Stipendiaten leitend waren:

Letzte Aktualisierung: 05. March 2009